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Das deutsche Aktiengesetz legt in § 102 die Dauer eines Mandats im Aufsichtsrat fest:

„Aufsichtsratsmitglieder können nicht für längere Zeit als bis zur Beendigung der Hauptversammlung bestellt werden, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, wird nicht mitgerechnet. „

Darüber hinaus sollen börsennotierte Unternehmen seit 2015 eine Regelgrenze für die Mandatsdauer im Aufsichtsrat unternehmensindividuell festlegen (Zi . 5.4.1 Deutscher Corporate Governance Kodex). Die Praxis Prof. Dr. Peter Ruhwedel in DAX und MDAX untersucht. Sein Fazit (Studie: „Mandatsdauer von Aufsichtsräten – Empirische Analyse des DAX und MDAX“):

„Die vorliegende Studie kommt auf der Basis einer Untersuchung der bisherigen Mandatslaufzeiten in den DAX- und MDAX-Gremien zu dem Ergebnis, dass deren Selbsterneuerungsfähigkeit in der Regel zu funktionieren scheint. Unternehmen sollten daher nach Überprüfung der individuellen Situation möglichst auf die Festlegung einer Regelgrenze verzichten. Die Sicherung der notwendigen Eignung und Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder ist dessen ungeach- tet im Rahmen der regelmäßigen Effizienzprüfung zu adressieren.“