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Vorstand vs. Aufsichtsrat: Interessenkonflikte beim D&O-Versicherer vorprogrammiert? (3’41)

Dass Aufsichtsräte, wenn sie, gezwungen durch das ARAG-Garmenbeck-Urteils aus 1997, gerichtlich gegen den Vorstand vorgehen, sich der Gefahr aussetzen, ihrerseits durch den Vorstand mittels Streitverkündung in Anspruch genommen zu werden, ist bekannt. Die Begründung lautet meist: der Aufsichtsrat sei zu jeder Zeit und in vollem Umfang informiert gewesen und habe die Entscheidungen aktiv mitgetragen. Er könne jetzt nicht so tun, als ob ihn dies alles überraschend träfe.

So weit, so gut.

Was aber, wenn beide Gremien also Vorstand und Aufsichtsrat, beim gleichen D&O-Versicherer versichert sind? In wessen Namen und Interesse handelt der D&O-Versicherer dann? Und wie ist mit Gutachten umzugehen, die der D&O-Versicherer von den Anwälten beide Seiten anfordern muss, um die Rechtmäßigkeit der Anwaltshonorare zu überprüfen? Ist es von da nicht nur ein kleiner Schritt zum Mandantenverrat?

Dr. Susanne Rücker und Dr. Frank Schäfer über ein komplexes Problem der D&O-Versicherung im dualen System.

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  • Aufsichtsrat
  • Vorstand