Project Description

Zur Anzahl der Mitglieder eines Aufsichtsrats sagt das deutsche Aktiengesetz in § 95 (Auszug):
 
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern. Die Satzung kann eine bestimmte höhere Zahl festsetzen. Die Zahl muß durch drei teilbar sein, wenn dies zur Erfüllung mitbestimmungsrechtlicher Vorgaben erforderlich ist. Die Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder beträgt bei Gesellschaften mit einem Grundkapital
  • bis zu 1.500.ooo Millionen EUR: 9 Mitglieder
  • von mehr als: 1.500.000 Millionen EUR: 15 Mitglieder
  • von mehr als 10.000.000 Millionen EUR: 21 Mitglieder.

Seit 2016 ist die Dreiteilbarkeit (die Anzahl der Aufsichtsräte muss ohne Rest durch 3 teilbar sein) für nicht-mitbestimmte Unternehmen aufgehoben, was diesen eine deutlich größere Flexibilität bei der Besetzung ihres Aufsichtsrats gibt. Gerade der für die deutsche Wirtschaft entscheidende Mittelstand hatte sich seit Jahren dafür stark gemacht und einer seiner wichtigsten Interessenvertreter – ArMiD, Aufsichtsräte Mittelstand in Deutschland – hat federführend für diese Gesetzesänderung gekämpft. Sehen Sie dazu unter anderem das Interview, das Director’s Channel für Sie mit Volker Potthoff, dem Vorsitzenden von ArMiD, geführt hat.

Die Mitbestimmung ist in Deutschland und Österreich ein wichtiges Element der sozialen Marktwirtschaft. Welchen Einfluss können Arbeitnehmervertreter/Innen im Aufsichtsrat konkret ausüben? Gilt das Recht auf Mitbestimmung auch in unternehmerischen Fragen? Oder beschränkt es sich auf soziale Belange?